PM: Keine Lust auf Ausreden – Taufkirchen braucht ambitionierte Windenergie-Politik

Leider setzt sich die Debatte um Windkraft in Taufkirchen negativ fort. Im Bauausschuss am 15.9.2026 stimmt eine Mehrheit aus CSU, ILT und AfD gegen eine Windkraftanlage vor Ort.

Ein lokaler Investor hat einen Bauantrag für ein Windrad in über 1 km Entfernung von Siedlungsflächen gestellt. Wir als Gemeinde würden finanziell mit jährlich mittleren fünfstelligen Einnahmen durch EEG-Beteiligung und Gewerbesteuer profitieren. Gleichzeitig könnte damit der richtige Weg in Richtung der durch die Gemeinde beschlossenen Klimaneutralität beschritten werden.

„Da muss man doch dafür sein“ erklärt Claudia Düvelmeyer. Weiter: „Aber Windkraft ist nicht nur ein lokales Thema, sondern die Lösung für unsere globale und nationale Sicherheitsfrage. Nur mit massiven Investitionen in Windkraft-, Photovoltaik- und Geothermieanlagen können wir eine unabhängige und dauerhaft günstige Energieversorgung garantieren und damit unseren Wohlstand und ein bezahlbares Leben für alle sichern. Wer heute den Ausbau bremst, treibt die Energiepreise für die Bürger*innen in die Höhe. Wir brauchen den Mut zur Fläche, denn eine dezentrale Versorgung mit erneuerbaren Energien ist krisenfester als ein System aus zentralen Großkraftwerken.“

Im Bauausschuss zeigt sich ein Bild, das die Dringlichkeit ignoriert. Eine Mehrheit aus Bürgermeister, CSU, ILT und AfD stimmt nun gegen ein Windkraftwerk in Taufkirchen (Abstimmungsergebnis 4:7). „Bei der AfD wissen wir, dass sie aus rein ideologischen Gründen grundsätzlich gegen jede Form der erneuerbaren Energie ist. CSU und ILT sind nicht ambitioniert genug und vertreten die Meinung, die Vorrangflächen außerhalb der Gemeinde würden ausreichen. Dafür blockieren sie hiermit sogar Investitionen durch einen lokalen Unternehmer.“ erläutert David Grothe, Fraktionsvorsitzender von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN in Taufkirchen. Er ergänzt: „Wir fordern eine Politik, die Lösungen anbietet, statt aus Bequemlichkeit oder Ideologie den notwendigen Wandel zu blockieren.“

Ein bisschen Hoffnung besteht weiterhin. Da Windkraft noch privilegiert ist, kann das Landratsamt die Entscheidung korrigieren und das Einvernehmen für die Windkraftanlage erteilen.

Pressebericht: https://www.merkur.de/lokales/muenchen-lk/taufkirchen-bei-muenchen-ort486320/taufkirchen-lehnt-252-meter-windrad-ab-doch-das-letzte-wort-hat-das-landratsamt-94495623.html