joomla templates top joomla templates template joomla

Taufkirchner Neumitglied Robin auf dem Bundesparteitag

Geschrieben von Robin Waldenburg am . Veröffentlicht in Gemeindepolitik

Robin Waldenburg (18) aus Taufkirchen berichtet von seiner ersten Bundesdelegiertenkonferenz

Freitag, 26. Januar 2018, 10:26 Uhr, Hauptbahnhof München: Los geht es zu meiner ersten BDK. Zwei Wochen zuvor bin ich als Delegierter gewählt worden und darf nun nach Hannover fahren – zusammen mit Christine, Ilona, Brigitte, Silke, Markus und Markus. Schon im Zug geht es ans Arbeiten, so ein Parteitag will ja gut vorbereitet sein. Wir lesen fleißig alle V-Anträge durch und debattieren darüber, wer für den Parteivorsitz geeignet wäre.

Um kurz nach drei kommen wir in Hannover an. Kurz ins Hotel, dann sofort zum Kongresszentrum: Für mich steht das Neudelegiertentreffen an. Uns wird erklärt, wann man wo wie abstimmen muss und wie die BDK ablaufen wird. Und nun geht es wirklich los.

Zuerst werden wir vom Kreisverband Hannover begrüßt, dann eröffnet die scheidende Bundesvorsitzende Simone Peter den ersten Tagesordnungspunkt. Sie und Cem Özdemir werden verabschiedet, beide bekommen als Abschiedsgeschenk ein Fahrrad. Ab 21 Uhr gibt es viele Redebeiträge – der Kampf gegen Rechts, die Umweltpolitik und die grüne Zukunft stehen im Fokus. Auch ich könnte etwas sagen, habe aber nicht den Eindruck, noch etwas Weltbewegendes beitragen zu können, was nicht schon gesagt worden wäre. Anderen geht es wohl ähnlich, was sie aber nicht davon abhält, trotzdem zu sprechen.

Etwas viel Konsens, denke ich mir, aber lieber so als dass man sich schon jetzt zerfleischt. Dies könnte nämlich im Anschluss folgen: Um zwanzig vor zehn geht es endlich ans Eingemachte, die Satzungsänderungsanträge stehen auf dem Programm. Die Trennung von Amt und Mandat, der medial am meisten beachtete Punkt der BDK, wird behandelt. Die verschiedenen Antragsteller stellen die Möglichkeiten einer zwölfmonatigen, achtmonatigen, dreimonatigen oder gar keiner Übergangsfrist vor. Nun hören wir zum ersten Mal auch Robert Habeck, der sich als direkt Betroffener für acht Monate ausspricht. Die Gegenrede ist schwach und zielt auf einen Frau-Mann-Konflikt ab, der nicht gegeben ist. Dennoch gibt es viel Applaus – es wird spannend. Die Wahl läuft holprig an, weil einige Delegierte den ersten Zettel ihres Stimmblocks anderweitig verwendet haben.

Robin und die weiteren Delegierten mit Toni Hofreiter und anderer Parteiprominenz

Es zeigt sich, dass offenbar nicht alle im Saal das korrekte Abstimmungsprozedere im Blut haben – jemand verwendet den falschen Stimmzettel, die Wahl muss erneut wiederholt werden. Wäre ich von der BILD-Zeitung, hätte ich wohl einen Sabotageakt vermutet. Doch dann hält sich endlich jeder an die Vorgaben, die Stimmen werden ausgezählt – und das Ergebnis verkündet: Eine Übergangsfrist von acht Monaten wurde angenommen. 23:30 Uhr, für heute sind wir fertig. Und zwar im wahrsten Sinne fix und fertig.

Am Samstag müssen wir gleich wieder früh raus, die Kandidaten für den Bundesvorsitz kennenlernen – ein Extra-Privileg für uns bayerische Delegierte. Alle drei stellen sich kurz vor und erwecken den Eindruck, dass jedem von ihnen der Vorsitz zuzutrauen wäre. Abgestimmt wird aber noch nicht zu Beginn der Tagesordnung, vorher hält die Holocaust-Überlebende Hanni Levy anlässlich des Gedenktages eine bewegende Rede – alle im Saal stehen auf und applaudieren.

Dann ist es zwölf Uhr, doch statt Mittagessen gibt es die Vorstellungsrede von Annalena Baerbock. Emotional und aufrüttelnd spricht sie vom Kampf gegen Kohlekraft und rechte Bewegungen. Anja Piel schließt an – dann wird gewählt. Um 12:02 ist Annalena Baerbock neue Bundesvorsitzende, Robert Habeck zieht nach. Die Grünen haben ein neues Duo an der Spitze!

Das Medieninteresse ist nicht mehr ganz so hoch, aber wir dürfen noch oft unser digitales Abstimmungstool benutzen. Schatzmeister, Bundesvorstand, Schiedsgericht, Antragskommission und Parteirat werden gewählt. So viele Reden habe ich gefühlt in meinem ganzen Leben nicht gehört wie an diesem Samstag. Es sind viele interessante Beiträge dabei und uns wird die Wahl nicht leicht gemacht. Gleichzeitig stellen wir fest: Die Worte der diesjährigen BDK sind unstrittig: „krass“, „verdammt nochmal“, „vergnügungssteuerpflichtig“ und „globalisierungskritische Studentin“. Um 19:58 Uhr wird die Tagesordnung geschlossen und wir haben es geschafft. Vorbei ist eine sehr ereignisreiche und anregende BDK – und ich bin voller Feuer für Demokratie, Umweltschutz und Politik.

Sozialgerechte Bodennutzung in Taufkirchen

Geschrieben von Gabi Zaglauer-Swoboda am . Veröffentlicht in Gemeindepolitik

Wohnraum ist im Umland der Stadt München teuer und somit für Menschen mit niedrigem oder mittlerem Einkommen häufig nicht bezahlbar. In der gesamten Region suchen Kommunen deshalb neue Ideen und Konzepte, wie sie bezahlbaren Wohnraum schaffen können. Einen Weg, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, bietet das Modell der Sozialgerechten Bodennutzung (SoBoN), d.h. es kann in einem städtebaulichen Vertrag vereinbart werden, dass ein gewisser Anteil an neu  entstehenden Wohnungen sozialen Bindungen unterliegt, d.h. Vermietung oder Verkauf nur an berechtigte, einkommensschwächere Personen erfolgen. So stellt die Gemeinde sicher, dass ein Teil der neu gebauten Wohnungen auch für Einkommensschwächere zur Verfügung steht.

In München wird dieses Modell schon seit 1994 angewendet, in Taufkirchen erst in den letzten Jahren. So entstehen im Neubaugebiet am Riegerweg auch Wohnungen, die von der Gemeinde zu einer sozial verträglichen Miete z.B. an dringend benötigte Kinderbetreuungskräfte vergeben werden können. Auch bei größeren Nachverdichtungen, wie dem geplanten Neubau der Lindenpassage kommt die SoBon zum Tragen, auch hier wird die Gemeinde günstige Wohnungen vergeben können. Eine Entwicklung, die die Grünen in Taufkirchen sehr begrüßen.

In der letzten Gemeinderatssitzung war die Nachverdichtung in einem noch gar nicht bebauten Gebiet auf der Tagesordnung. Auf dem Grundstück der Riegervilla, auf dem es bereits einen gültigen Bebauungsplan für Mehrfamilienhäuser gibt sollen mehr Wohnungen gebaut dürfen als bisher vorgesehen.

Aber diesmal will eine Mehrheit des Gemeinderats (Freie Wähler, CSU und Bürgermeister) auf die Anwendung der Sozialen Bodennutzung verzichten. Und damit natürlich auch auf Vorteile für die Bürger ihrer Gemeinde zugunsten eines privaten Bauwerbers!
Welche Motive hinter diesem Verzicht stehen, darüber kann man nur spekulieren, eine echte Begründung wurde in der Sitzung nicht gegeben.

Wir Grünen im Gemeinderat  können das nicht verstehen und halten es auch für unverantwortlich, dass sich in diesem Fall die Gemeinde nicht wie in allen vorhergehenden, die Möglichkeit gesichert hat, Zugriff auf günstige Wohnungen zu bekommen. Auch ist es nicht gerechtfertigt, verschiedene Bauwerber unterschiedlich zu behandeln, und manchen Privilegien einzuräumen.

Damit solche Fälle in Zukunft nicht mehr vorkommen können, die Gemeinde also jede Chance nutzt, dass  günstige Wohnungen für ihre Bürger entstehen, ist es dringend erforderlich, dass der Gemeinderat allgemein gültige Richtlinien für die sozialgerechte Bodennutzung erarbeitet, die angewendet werden müssen, egal auf welchem Grundstück neues Baurecht entsteht. Die Grüne Gemeinderatsfraktion wird demnächst einen entsprechenden Antrag an den Gemeinderat stellen.

Umweltpreis des Landkreises München für „Interkulturellen Garten“ in Taufkirchen

Geschrieben von Grüne Taufkirchen am . Veröffentlicht in Gemeindepolitik

Hohe Auszeichnung durch den Landkreis München für den "Interkulturellen Garten" in Taufkirchen unter der Leitung von Gabi Zaglauer-Swoboda und Dorothee Bischoff. Bis zu 70 Personen aus 8 Nationen bewirtschaften nach ökologischen Kriterien den „Interkulturellen Garten“ in Taufkirchen.

Im Bild v.l.n.r.: Ulrich Sander (Bürgermeister), Erika Theimer (Umweltbeauftragte), Gabi Zaglauer Swoboda (Grünen-Gemeinderätin), Christoph Nadler (Grünen-Kreisrat), Dorothee Bischoff und Christoph Göbel (Landrat).

 

Taufkirchner Grüne unterstützen Volksbegehren "Betonflut eindämmen"

Geschrieben von Grüne Taufkirchen am . Veröffentlicht in Gemeindepolitik

Jeden Tag verschwinden 13 Hektar in Bayern unter Asphalt und Beton. Das entspricht 18 Fußballfeldern. Jedes Jahr wird eine Fläche so groß wie der Ammersee zugebaut. Wir finden: Es reicht! Wir wollen eine gesetzliche Grenze für den Flächenverbrauch und so die Betonflut eindämmen.

Mit einem Infostand hat der Taufkirchner Ortsverband bereits über hundert Unterschriften für das Volksbegehren gesammelt.

Unterstützen Sie auch das Aktionsbündnis zum Volksbegehren unter: www.betonflut-eindaemmen.de

 

Gemeinderatssitzung vom 19.10.2017 - Sportparkerweiterung abgesagt

Geschrieben von Grüne Taufkirchen am . Veröffentlicht in Gemeindepolitik

Die Rechnung ist einfach: 15 Millionen Euro liegen bei der Gemeinde auf der Bank, mindestens 30 Millionen Euro kosten Schulneubau und -sanierung. Angesichts der weiterhin schlechten Haushaltslage muss Taufkirchen einen Kredit aufnehmen, der die Gemeinde in Zukunft belasten wird.

Unter diesen Vorzeichen wollte Anfang des Jahres noch eine Gemeinderatsmehrheit den Bau eines Fitnesscenters für den Sportverein mit 2 Millionen Euro bezuschussen. Deshalb wurde ein Planungskonzept in Auftrag gegeben, das wieder Geld gekostet hat. Nun macht die Gemeinderatsmehrheit einen Rückzieher. Plötzlich sieht man ein, dass es zu teuer wird. Wir sagen: Das war schon früher absehbar! Die Planungskosten, die Arbeit der Vereinsfunktionäre und der Verwaltung waren umsonst. Ein mutiges frühzeitiges Nein wäre hier angebracht gewesen. Noch dazu hat Bürgermeister Sander die Abstimmung darüber in die nichtöffentliche Sitzung verlegt, sodass das Abstimmungsverhalten einzelner Gemeinderatsmitglieder nicht bekannt wird. Das ist feige und undemokratisch.

Auch wenn fast alle die Erweiterung inhaltlich befürworten - auch wir Grüne - müssen wir angesichts knapper Finanzen wichtigere Pflichtaufgaben mit höherer Priorität erfüllen. Und dazu gehören unter anderem die Schulen.

So hätte die Sportparkerweiterung ausgesehen: Ein Stockwerk aufgebaut und nach Osten erweitert. Intelligente Idee und grundsätzlich zu befürworten. Doch die Finanzen sagten Nein.

 

Halbzeitbilanz von Bürgermeister Sander

Geschrieben von Grüne Taufkirchen am . Veröffentlicht in Gemeindepolitik

Die Halbzeit der Amtsperiode des Ersten Bürgermeisters Ullrich Sander möchten wir nutzen, um eine kleine Bilanz der vergangenen drei Jahre zu ziehen.

Recht früh hat sich gezeigt, dass der selbsternannte „Verwaltungsprofi“ hauptsächlich ein Verwaltungsbeamter ist. Man merkt ihm seine berufliche Erfahrung an und verwaltungstechnische Fachbegriffe gehen ihm leicht über die Lippen. Hier profitiert Taufkirchen durchaus von jemandem, der etwas davon versteht, interne Abläufe zu verwalten oder Bebauungsplanverfahren ordentlich durchzuziehen. Bis hier könnte man sagen: Daumen hoch.

Doch ein Bürgermeister ist nicht nur ein Mitarbeiter der internen Gemeindeverwaltung, er muss auch politisch handeln. Spätestens hier merkt man, wie Herr Sander häufig ins Straucheln gerät. Politische Themen kann man nicht mit Verwaltungssprache regeln. Eben das steckt oft hinter Aussagen wie „rechtlich nicht möglich“ oder „nicht praktikabel“  bei Dingen, die in anderen Kommunen durchaus funktionieren. Ein Beispiel ist die Sozialgerechte Bodennutzung, die er anfangs komplett blockiert hat (rechtlich nicht möglich); nun steht er dahinter. Insgesamt fehlt dem „Verwaltungsprofi“ das Gespür für politische Fragestellungen. Zu häufig sieht er sich in der Position des Verwaltenden, nicht des Ausgleichenden. Dabei wäre gerade ein Ausgleich zwischen Verwaltung und Gemeinderat, zwischen Gemeinde und allen (!) Bevölkerungsgruppen das, was ein Bürgermeister zu leisten hat.

Jeder Mensch hat gewisse politische Einstellungen. So auch Bürgermeister Sander, was ihm natürlich zusteht. Seine politischen Ansichten versucht er jedoch unter dem „Schafspelz“ der Parteifreiheit zu verstecken. Dabei ist er ja als Kandidat der CSU gewählt worden und vertritt auch ganz offen die Positionen der CSU.Dass Bürgermeister Sander nicht „parteifrei“ agiert zeigt sich in seiner grundsätzlichen Ablehnung Grüner politischer Forderungen.

Wir Grüne sind für Bürgermeister Sander  politische  Gegner, was sich leider öfter statt in inhaltlicher Auseinandersetzung auch auf persönlicher Ebene zeigt. Doch viel schwerer wiegt die klar ablehnende Haltung gegenüber Grünen Themen wie Umweltschutz und Weltoffenheit. Immer wieder scheitern wir mit leidenschaftlichen Anträgen oder Verbesserungsvorschlägen, die den Naturschutz betreffen. Und auch beim Thema Radverkehr mahlen die Rathausmühlen plötzlich sehr langsam, wenn ein Grüner Antrag auf dem Programm steht (aktuell warten wir seit drei Monaten auf die Beantwortung einer E-Mail-Anfrage zum Radwegekonzept).

Natürlich gibt es auch Positives zu bilanzieren: Die Verbesserung des Außenbildes der Gemeinde (neues ‚wir informieren‘, neue Homepage, teure Besprechungszimmer im Rathaus) oder die gute Zusammenarbeit mit den Burschen (hier steckt Herr Sander wirklich Energie rein). Aus Grüner Sicht wünschen wir uns jedoch mehr Herzblut für eine Zukunftsvision für Taufkirchen:

  • Sozialpolitik wichtiger nehmen, Städtebauförderprogramm intensiver nutzen
  • Menschen zusammenführen und nicht spalten
  • Mobilität nachhaltig machen: Radverkehr mehr fördern
  • Bestehende Gebäudeflächen entwickeln, grüne Flächen möglichst erhalten
  • 100% erneuerbare Energie bis 2050 in unserer Gemeinde
  • Mehr Demokratie wagen: Bürgerbeteiligung nicht nur nach Vorschrift, auch für Jugendliche

Bericht aus dem Gemeinderat im April - falsche Prioritäten

Geschrieben von Gabi Zaglauer-Swoboda am . Veröffentlicht in Gemeindepolitik

Außer dem Desaster um 29++ gab es im letzten Gemeinderat auch noch andere grundlegende Beschlüsse.

Gemeindepolitik ist oft nicht die Entscheidung zwischen richtig und falsch, sondern die Festsetzung von Prioritäten, sowohl was finanzielle als auch personelle Ressourcen betrifft.

Misst man die Wichtigkeit eines Problems an der Geschwindigkeit mit der an seiner Lösung gearbeitet wird, dann gibt es in Taufkirchen für die Gemeinde Taufkirchen nichts Wichtigeres als den Bau einer Burschenhütte auf einem privaten Grundstück hinter dem Wolfschneiderhof. Noch ehe im Gemeinderat ein endgültiger Beschluss zum Erwerb des Grundstücks gefasst wurde, und noch bevor über die Finanzierung des Baus und der Erschließung der Burschenhütte auch nur gesprochen wurde, hat eine Mehrheit des Gemeinderats ein Bebauungsplanverfahren ohne jede Begrenzung der möglichen Bebauung eingeleitet. Oberste Priorität hat in Taufkirchen anscheinend die Fertigstellung einer Burschenhütte vor Aufstellung des nächsten Maibaums.

Von so einer Wichtigkeit für die Gemeinde können Schüler und Lehrer der Mittelschule nur träumen. Seit Jahren befindet sich die Schule in einem Zustand, den man als Gemeinderat nur als beschämend bezeichnen kann. Vor Monaten hatte der Rat die Möglichkeit die Schule zu besichtigen und sich über diesen Zustand zu informieren, aber erst in der nächsten Gemeinderatssitzung steht dieses Thema auf der Tagesordnung, und auch da wird erst einmal nur über Sanierung oder Neubau entschieden.

Bemisst man die Wichtigkeit nach Einsatz der finanziellen Ressourcen, die gerade in diesem Jahr äußerst knapp bemessen ist, dann steht ganz oben auf der Liste der Ausbau des Sportzentrums mit einem Fitnessstudio. Dieser Beschluss wurde zwar schon vor längerer Zeit gefasst, die Umsetzung war aber bis zur April-Gemeinderatssitzung durch eine Sperre der entsprechenden Gelder im Haushalt nicht durchführbar. Prinzipiell ist gegen ein Fitnessstudio für den Sportverein nichts zu sagen, aber auch hier müssen dann andere größere Projekte (vor allem Neubau der Grundschule am Wald, Mittelschule s.o.), die zu den Pflichtaufgaben der Gemeinde gehören mit Einschränkungen rechnen.

Taufkirchen und die Zukunft: „Ein bissl mehr“ ist nicht genug

Geschrieben von Gabi Zaglauer-Swoboda am . Veröffentlicht in Gemeindepolitik

Die Ablehnung der Klima-und Energie Initiative des Landkreises 29++ durch Bürgermeister Sander und den Taufkirchner Gemeinderat

In der Maiausgabe des Taufkirchner Bürgerjournals zählt Ullrich Sander in einer langen Liste die Erfolge Taufkirchens bei der CO2-Bilanz auf, und er verspricht am Ende für die Zukunft auf diesem Wege weiter zu gehen, ausdrücklich aber nur „ein bissl“  weiter. Wer die Beschlüsse des Gemeinderats im April verfolgt, weiß, dass dieser Artikel des Bürgermeisters schon die Vorbereitung für eine Entscheidung war, die man nur als erschütternd bezeichnen kann. 

Zur Vorgeschichte: Im Dezember letzten Jahres hat der Kreistag einstimmig ein Handlungsprogramm für eine Klima-und Energieinitiative des Landkreises und seiner 29 Gemeinden verabschiedet. Dazu gehört auch eine gemeinsame Erklärung des Landkreises und seiner Gemeinden, und über die Beteiligung an dieser Resolution wurde nun im Taufkirchner Gemeinderat abgestimmt. Die ersten 3 Absätze enthalten lediglich Erklärungen für den Erhalt der natürlichen Lebensgrundlagen, der Umsetzung des Weltklimavertrags von Paris etc.

Erst im 4. Abschnitt wird von konkreten Zielen, deren Umsetzung, Prüfung und Fortschreibung gesprochen, um bis 2030 die jährlichen Pro-Kopf-Emissionen von CO2 um 54% zu reduzieren. Genau das war der Mehrheit des Taufkirchner Gemeinderats (bestehend aus SPD, CSU, Freie Wähler und Bürgermeister Sander) offensichtlich zu viel des Guten, geht es doch dabei weit über „ein bissl mehr“ hinaus. Einerseits bezeichnete Bürgermeister Sander diesen Absatz als zu unverbindlich und schürte doch gleichzeitig die Angst, dass die Unterzeichnung zu Einschränkungen bei Gewerbeansiedlungen führen könnte: Der Aufholbedarf gegenüber anderen Gemeinden würde in einer allgemeinen Klimaschutz-Erklärung nicht genügend berücksichtigt.

„Taufkirchen first“ also, aber nicht als Erste in Richtung einer sicheren Zukunft für Menschen und Natur, sondern als Erste, die sich im Landkreis aus einer mühsam von allen Parteien, mit Bürger-und Unternehmensbeteiligung erarbeiteten Resolution zum Klimaschutz ausklinken. Alle Bemühungen der Gemeinde Taufkirchen, sich einen guten Ruf zu erarbeiten und nicht nur durch Negativschlagzeilen aufzufallen werden durch diese „Kirchturmpolitik“ (SZ) zunichte gemacht.

Alle wollen Lärmschutz - Start der Unterschriftenaktion

Geschrieben von Grüne Taufkirchen am . Veröffentlicht in Gemeindepolitik

Volles Rathaus bei Veranstaltung der SPD und Grünen Unterhaching und Taufkirchen

Lärmschutz„Wir sind sehr beeindruckt von der großen Resonanz unserer Veranstaltung“, so die OrganisatorInnen Dr. Volker Leib (Grüne Taufkirchen), Karin Radl (SPD Unterhaching), Claudia Köhler (Grüne Unterhaching) Matteo Dolce (SPD Taufkirchen). Über 130 Gäste kamen zur Veranstaltung zum Thema Lärmschutz und Start der Unterschriftensammlung für ein Tempolimit ins Unterhachinger Rathaus.

Nach kurzen Statements zur Vorgeschichte des Engagements von Taufkirchen und Unterhaching gegen den Lärm, zu medizinischen Folgen durch Lärmbelästigung, Begrifflichkeiten und Statistiken, politischen Zuständigkeiten des Bundesverkehrsministeriums und des Bundesumweltministeriums wurden Maßnahmen für die Praxis vorgestellt: Flüsterasphalt (bereits aufgebracht), Lärmschutzwand, Wall und Tempolimit in verschiedenen Varianten oder auch kombinierte Maßnahmen wären grundsätzlich möglich.

Im Anschluss kamen die BürgerInnen zu Wort. Mehrmals wurde der Ruf nach Geschwindigkeitskontrollen laut sowie die Absurdität eines Tempolimits nur in eine Richtung genannt. Zudem blieb unverständlich, warum das Autobahnteilstück der A 995 nicht als Autobahn, sondern als Bundesstraße gewidmet ist. All diese Vorstöße hatten PolitikerInnen beider Parteien bereits gemacht, immer mit abschlägig abwiegelndem Bescheid aus dem bayerischen Innenministerium. Einige abgelehnte Maßnahmen wurden jedoch in anderen Gemeinden des Landkreises genehmigt und bezahlt, für die Unterhachinger ZuhörerInnen ein merkwürdiger Vorgang. Eine ca. 15 Mio teure Lärmschutzwand kann sich weder Unterhaching noch Taufkirchen alleine leisten. Beide Gemeinden sehen hier den Bund in der Pflicht.

Die LokalpolitikerInnen versprachen, am Thema „dranzubleiben“ und starteten die Unterschriftenaktion 80:80 für ein Tempolimit in beide Richtungen. „Wir wollen baldigst Tausende von Unterschriften übergeben können und somit noch vor der Bundestagswahl politischen Druck erzeugen. Es muss jetzt was vorwärtsgehen“, sind sich die VeranstalterInnen einig.

Hier können Sie sich die Unterschriftenliste zur Aktion 80:80 herunterladen: Download

 

Frauen werden nur selten auf Händen getragen!

Geschrieben von Grüne Taufkirchen am . Veröffentlicht in Gemeindepolitik

Ungleiche Karrierechancen, schlechtere Bezahlung für die gleiche Arbeit, sexuelle Gewalt in der Öffentlichkeit oder im privaten Umfeld: Frauen sind vielen Benachteiligungen und Gefahren ausgesetzt, die Männer in dieser Heftigkeit nicht erleben müssen. Das liegt auch daran, dass die Belange von Frauen immer noch als „Gedöns“ bezeichnet werden und ihre Leistungen wenig Wertschätzung finden. Deutlich wird das an vielen öffentlichen Denkmälern, die zu 90 Prozent Männer darstellen.
Deswegen haben sich am 8. März, dem Weltfrauentag, ein gutes Dutzend Frauen und Männer vor den Holzfiguren des Wolfschneiderhofs in Taufkirchen getroffen. Die beiden Skulpturen stellen Mann und Frau gleichberechtigt dar und sind somit eine seltene Ausnahme. Initiiert von den Taufkirchner Grünen wiesen die Demonstranten und Demonstrantinnen mit ihren rosa Farbtupfern darauf hin, dass die Welt männlich UND weiblich ist und dass Frauen mehr Beachtung finden sollten. Nicht nur als Holzfigur!