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Asylbewerber/Flüchtlinge

am . Veröffentlicht in Fakten und Meinung

WILLKOMMEN ODER ABLEHNUNG IN TAUFKIRCHEN?

Taufkirchen gehört zu den ganz wenigen Gemeinden im Landkreis, die bisher noch keine Asylbewerber aufgenommen haben. Das wird sich ändern. Wir werden uns einstellen müssen auf 20, 50 oder 100 Menschen aus fremden Ländern, die auf ein Bleiberecht in Deutschland hoffen.

Erste Infoveranstaltung

Am 21. Oktober gab es dazu die erste Informationsveranstaltung der Gemeinde. Sie dauerte ganze 40 Minuten. Es ging sachlich zu. Es gab allerdings auch keine richtige Diskussion. Erstaunlich! Mein Eindruck: viele Teilnehmer trauten sich nicht, ihre Meinung offen zu äußern. Schade – und feige. Denn hinter vorgehaltener Hand war zu hören: „ Die sollen bleiben wo sie herkommen!“, „Wir haben schon genug Probleme in den Hochhäusern!“, „Die Kriminalität wird steigen!“, „Lauter Wirtschaftsflüchtlinge!“ usw. usw.

Offene Diskussion nötig

Verglichen mit den schlimmen Erlebnissen und Nöten der Flüchtlinge sind unsere Sorgen relativ gering – aber: die Ängste und Sorgen unserer Gemeindebürger sind ernst zu nehmen. Sie müssen offen diskutiert werden! Es gibt so viel Falschinformation und fehlende Kenntnisse.

Bereits viele Menschen guten Willens

Die Haltung der Taufkirchener ist – wie überall - gespalten: da gibt es die Einen, die Flüchtlinge willkommen heißen, da gibt es viele, die noch nicht recht wissen, was sie denken sollen, und dann ist da eine dritte, hoffentlich kleine Gruppe der „Ewiggestrigen“, der„Hinterwäldler“, der „Nur-Nörgler“. Obwohl vielfach gut situiert, sind sie von Haus aus fremdenfeindlich eingestellt.

Zum Glück gibt es aber immer mehr Menschen, die Asylbewerber willkommen heißen und unterstützen. Beispiele in München, in Ottobrunn, In Unterhaching, in Putzbrunn usw. zeigen dies. In Taufkirchen wird es nicht anders sein. Hier gibt es viele Menschen guten Willens, eine tolle Nachbarschaftshilfe, eine engagierte Caritas, Bürger, die schon im „Helferkreis Hachinger Tal“ mitmachen.

Information und Aufklärung sind ganz wichtig

Um die Gruppe der „mitfühlenden“ und mithelfenden Bürger unserer Gemeinde zu vergrößern, ist mehr Information darüber nötig, was uns in Taufkirchenmit den Flüchtlingen erwartet, wo Asylbewerber eine menschliche Unterkunft bekommen können, in der sie nicht isoliert wie in einem Ghetto sind. Vor allem sollte aber auch über die menschlichen Schicksale informiert werden, die sich hinter Asylbewerbern verbergen: Wie ist die Lage in ihren Herkunftsländern? Warum sind sie geflüchtet? Wie war die Flucht? Natürlich muss hier sensibel vorgegangen werden, da viele Menschen traumatisiert zu uns kommen.

Zum Nachdenken ...

Niemand setzt Alles aufs Spiel, lässt Alles los – Heimat, Besitz, Familie, vielleicht sogar Kinder, nur in der Hoffnung auf den Bezug von Sozialleistungen. Niemand begibt sich für viel Geld in die Hand krimineller Schlepperbanden, schlägt sich monatelang durch lebensfeindliches Gelände nur aus Langeweile. Niemand setzt sich leichtfertig nachts in ein marodes Boot wissend, dass der Tod droht. Wer Asyl sucht, sieht darin oft die letzte Überlebenschance für sich und seine Familie! Wir dürfen nicht vergessen: Flüchtlinge halten oft nicht viel mehr in den Händen als ihr Leben!

Auch deshalb sollte gelten: Die Aufnahme von Asylbewerbern ist keine Bürde, sondern Bürgerpflicht (so der Landrat unseres Landkreises)!

Was meinen Sie? Schreiben Sie uns!

Hier gibt’s Fakten:

- Erklärung des Taufkirchener Gemeinderats:

http://taufkirchen-mucl.de/wDe/00_startseite/02_aktuelles/index.php

- Informationsbroschüre des Landratsamts für Unterstützer:

http://formulare.landkreis-muenchen.de/cdm/cfs/eject/gen?MANDANTID=1&FORMID=5553

- Information von PRO ASYL zu Sorgen und Ängsten der Bürger

http://www.proasyl.de/de/themen/zahlen-und-fakten/

http://www.proasyl.de/fileadmin/fm-dam/q_PUBLIKATIONEN/2014/Broschuere_Pro_MR_Contra_Rassismus_Web.pdf